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Über das Projekt

Das Projekt Smart Village

Das Dorf der Zukunft ist digital!

Die smarte City ist heute in aller Munde. Aber welche Konzepte gibt es für die Digitalisierung des ländlichen Raums? Gerade in dünn besiedelten Regionen ist das Potential digitaler Technologien zur Verbesserung der Lebensqualität und der lokalen Informationsversorgung bzw. Medienberichterstattung groß und noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Digitalisierung wirkt mittlerweile in alle Lebensbereiche hinein: Arbeiten, Einkaufen, Gesundheit, Wohnen, Bildung, Information, Unterhaltung und das gesellschaftliche Miteinander. Da wo die Wege weiter und die Angebot vor Ort begrenzt sind, ist der Bedarf in Sachen Digitalisierung und digitaler Informationsversorgung mindestens genau so groß wie im urbanen Raum. Gleichzeitig sind gerade hier die Anwendungsmöglichkeiten noch kaum erfasst bzw. systematisch erprobt. Um das zu ändern, hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) das Projekt Smart Village initiiert.

Die Nutzung digitaler Dienste für die verschiedenen Lebensbereiche geht meist Hand in Hand. Auch das Projekt Smart Village soll weit über lokale, digitale Medienangebote hinausgehen. Deshalb sucht die mabb Partner aus allen Bereichen der digitalen Transformation, von E-Health über E-Governance, E-Commerce, E-Mobility bis hin zu E-Learning. Anhand des Smart Village als Modellkommune sollen Best Practices identifiziert, als Vorbildprojekte im ländlichen Raum langfristig fortgeführt und auch andernorts adaptiert werden können.

Medienvielfalt sichern

Die mabb ist die Medienanstalt von Berlin und Brandenburg. Sie setzt sich für Medienvielfalt ein. Dabei lizenziert und beaufsichtigt sie den privaten Rundfunk. Sie fördert Projekte und Einrichtungen, die Medienvielfalt stärken, Medienkompetenz vermitteln und Medieninnovationen fördern.

Der Fokus des Smart Village Projektes liegt von Seiten der mabb – dem gesetzlichen Auftrag entsprechend – darauf neue Möglichkeiten zu erproben, wie ein lokales Medienangebot in ländlichen Raum durch digitale Technologien unterstützt und die Medienvielfalt vor Ort gestärkt werden kann. Gerade in strukturell schwachen Regionen fehlen oft die wirtschaftlichen Grundlagen, um eine lebendige lokale Medienlandschaft zu erhalten. Die Nachfrage gerade nach lokalen Medieninhalten ist jedoch unverändert hoch, das zeigt u.a. eine Studie im Auftrag der mabb im ländlichen Brandenburg.

Medienprojekte im Smart Village

In der ausgewählten Kommune sollen ab dem 2. Halbjahr 2018 verschiedene Medienprojekte umgesetzt und von der mabb finanziert werden. Von Seiten der mabb wurden bereits erste Projektideen für das Smart Village entwickelt, aufgrund regionaler Besonderheiten können diese aber noch angepasst werden. Bedingt durch ihren gesetzlichen Auftrag hat sich die mabb bei den Projekten auf medienbezogene Themen beschränkt.

So könnte z.B. eine „Dorf-App“ als Plattform für bereits vorhandene lokale Inhalte zur Verfügung gestellt oder in der Fußgängerzone ein öffentliches WLAN-Netz aufgebaut werden. Im Rahmen eines crossmedialen Ausbildungsprojektes könnte die mabb auch ein Stipendium für ein journalistisches Volontariat schaffen. Der/die Volontär/in würde im Rahmen ihrer/seiner Ausbildung lokale Medieninhalte produzieren, die über die „Dorf-App“ zugänglich gemacht und auch beteiligten Lokalmedien für ihre eigenen Kanäle kostenlos zur Verfügung gestellt würden. Entscheidend für die Nutzung von lokalen Inhalten sind letztlich auch deren Auffindbarkeit und die Nutzerkompetenz. Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, mehr Menschen mit digitalen Medien und Diensten der Informationsgesellschaft vertraut zu machen. Denkbar wären z.B. Seniorenstammtische zur Nutzung digitaler Dienste und intergenerative Projekte.

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