Unsere Geschichte

Wir schreiben das Jahr 2018.

Das Wahljahr liegt hinter uns und die politische Landschaft hat sich verändert.

Besonders im ländlichen Raum mit seinen typischen Herausforderungen, wie: demografischer Wandel, Landflucht, Rückgang der Infrastrukturen, politische Radikaliserung  einerseits, sowie neuer Zuzug, digitale Perspektiven, Co-Working und Co-living-Initiativen andererseits.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg schreibt einen Wettbewerb für ein smart Village aus: Gefördert werden  Projekte, die sich für die Digitalisierung des ländlichen Raums einsetzen. Janosch Dietrich, der Gründer des Coconat aus dem Hohen Fläming, die  Stadtverwaltung Bad Belzig und die Gemeinde Wiesenburg beschliessen, ein solches Konzept zu entwickeln.

“Was braucht der ländliche Raum um modernes Landleben zu ermöglichen und die Region auch für gründungswillige junge Menschen attraktiv zu machen?”

Antworten auf diese Frage soll das Projekt smart Village erforschen.

Vieles, was das Leben in der Region attraktiv macht, ist bereits vorhanden: Ruhe und Natur in einem wunderschönen Landschaftsschutzgebiet. Vielfältiger Lebensraum mit Ausbaupotential zum Experimentieren. Und das alles im Einzugsgebiet einer Millionenmetropole.

Es gibt aber auch Herausforderungen: Mobilität, Versorgung, Kultur und regionales Medienangebot sind hier u.a. die Stichworte. 

Die Initiatoren des smart Village im Hohen Fläming sehen das Potenzial, die Region zur Modellregion zu machen, um neue Lösungen für die bekannten Schwierigkeiten auszuprobieren, die speziell im ländlichen Raum bestehen.

Um alle Themen zusammenzubringen und alle Akteur*innen der Region mitzunehmen, wird der Verein smart Village gegründet, der sich mit dieser Idee um Förderung bewirbt.

Die Vision des Vereins überzeugt die Medienanstalt Berlin Brandenburg (MABB) und der Verein smart Village im Hohen Fläming gewinnt den Wettbewerb.

Die Stadt Bad Belzig und die Gemeinde Wiesenburg dürfen sich jetzt offiziell smart Village nennen und erhalten großzügige Förderungen für das Entwickeln von Digitalisierungsprojekten.

Erste initiativen entstehen, wie z.b. das Bürgerjournalismusprojekt „Wirzulande“. Das Studio Wiesenburg baut einen Streamingkanal mit Themen der Region auf („Fläming bewegt“) und die Stadt BadBelzig entwickelt eine eigene App mit open source code, in der auch verwaltungstechnische Angelegenheiten smart erledigt werden können.

Doch noch fehlt eine klare Ausrichtung der Aktivitäten, mit der sich auch die Bevölkerung identifizieren und beteiligen kann.

Anfang 2020 holt der Verein zwei neue Köpfe in das Projekt, die mit frischem Blick auf die Region blicken.

Gerrit van Dorn und Nele Nopper, ein eingespieltes Team bei der Entwicklung neuer Projekte, leiten das Projektbüro smart Village, welches die Initiativen des Vereins koordiniert, berät und bei der Antragsstellung für Fördergelder unterstützt.

Als neue Leiter des Projektbüros bringen sie auch neue Fragen mit:“Ist smart nur digital oder vorallem klug? Wie können wir neu Zuziehende und Einwohner*innen zugleich begeistern, sich für ihre Region zu engagieren? Was bedeutet eigentlich Lebensqualität? Und wie steht es um die Zukunftsfähigkeit der Region im Hinblick auf die lokalen Ökosysteme? Wie kann wieder mehr Wertschöpfung in die Region gebracht werden?”

Zusammenfassend  geht es bei smart Village nicht nur um Digitalisierung der Region, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne des Gemeinwohls in Bad Belzig und Wiesenburg.

info@smart-village.net